Dr. med. Claudia Rehfueß
Privatpraxis für Augenheilkunde München West
Homöopathie, Naturheilkunde, Laser-Chirurgie

Makuladegeneration

Alternative Therapiemöglichkeiten erhalten die Sehfähigkeit

Immer mehr vor allem ältere Menschen leiden unter der fortschreitenden Beeinträchtigung der Sehschärfe eines oder beider Augen. Gute Therapien sind rar, besonders wenn die Krankheit bereits zum Absterben von Sehzellen geführt hat. Deshalb sind vor allem Prävention und frühzeitige Erkennung von Symptomen der Makuladegeneration entscheidend für den Erhalt der Sehkraft bis ins hohe Alter.

Im folgenden Artikel möchten wir Ihnen zeigen, was Sie selbst tun können, welche alternativen Behandlungsmöglichkeiten es gibt, und was sich damit erreichen lässt.

Titelbild zu "Alternative Therapien bei Makuladegeneration"

Übersicht über den Inhalt

• Makuladegeneration – Was ist das?
• Wie entsteht die Makuladegeneration?
• Von der trockenen zur feuchten Makuladegeneration
• Makuladegeneration rechtzeitig erkennen
• Wie wird die Makuladegeneration behandelt?
• Ergänzende alternative Behandlungsmöglichkeiten

Makuladegeneration – Was ist das?

Die Makuladegeneration ist eine altersabhängige, stetig fortschreitende Erkrankung der Netzhautmitte, also des Punktes des schärfsten Sehens. Nach aktuellen Statistiken sind inzwischen über 30% der über 75-jährigen von dieser Krankheit betroffen. Die Makuladegeneration ist damit in den Industrieländern die häufigste Erblindungsursache im zentralen Sehen. Im Endstadium sehen Betroffene meist so schlecht, dass sie vor dem Gesetz als blind gelten.

Im  zentralen Netzhautareal der Makula sitzen die Sehzellen extrem dicht, und gewährleisten dadurch unser Scharf- und Farbensehen.  Die umgebende periphere Netzhaut ist dagegen mit deutlich weniger Sehzellen ausgestattet, so dass sie keine scharfen Bilder erzeugen kann. Hier wird aber unser Orientierungssehen, das Erkennen von Konturen in Dämmerung und Dunkelheit (in schwarz–weiß), sowie die Erkennung von Bewegungen am Rande des Blickfeldes erzeugt. 

Für alle Tätigkeiten, bei denen wir scharf sehen müssen, sind wir also auf eine intakte Makula angewiesen. Lesen und Schreiben, Handarbeiten, Fernsehen, Gesichter erkennen und nicht zuletzt das Autofahren sind ohne die Fähigkeit, Details zu erkennen, kaum möglich. Nur mit gesunder Makula können wir uns im Leben sicher bewegen.

Wie entsteht die Makuladegeneration?

Die Ursache für die Makuladegeneration ist generell eine Mangelversorgung der Netzhaut mit Sauerstoff und weiteren wichtigen Schutz – und Regenerationsstoffen. Die Gründe dafür sind zwar vielfältig, haben aber zumeist mit unserer Ernährung zu tun:

  • im Alter zunehmende Arteriosklerose (Verkalkung) der die Netzhaut versorgenden (sehr feinen) Blutgefäße
  • verringerte Fließfähigkeit des Blutes durch ernährungsbedingte Übersäuerung
  • Belastung des Blutes durch Schwermetalle und Pestizide
  • Ablagerung von Abbauprodukten in der Netzhautmitte, die durch den Sehvorgang entstehen
  • Netzhautschädigung durch freie Radikale und andere Schadstoffe
  • mangelnde Abwehrmöglichkeiten durch fehlende Schutzstoffe im Blut.

All diese Einflüsse führen zu einer fortschreitenden Schädigung der Versorgungsbasis der Sehzellen, des Pigmentepithels. Daraus folgt zunächst ein kaum merklicher Funktionsverlust, der aber ohne Therapie immer mehr um sich greift und schließlich zum massenhaften Absterben von Sehzellen führt.

Von der trockenen zur feuchten Makuladegeneration

Um den sich stetig verschlimmernden Sauerstoffmangel zu kompensieren, wachsen schließlich Blutgefäße aus der unter der Netzhaut liegenden Aderhaut in das Pigmentepithel ein. Bei etwa 15% der Patienten entwickelt sich aus der bis dahin „trockenen Makuladegeneration“ nun eine „feuchte“. Einblutungen und Flüssigkeitsansammlungen in der Netzhautmitte führen dabei zu einem plötzlichen Einbruch der Sehleistung - und den Patienten sehr schnell zum Augenarzt.

Makuladegeneration rechtzeitig erkennen

Solange die Makuladegeneration nur ein Auge betrifft, bemerkt der Patient oft keine Einschränkung seiner Sehleistung. Das Gehirn gleicht über das „gute“ Auge den Funktionsverlust des eingeschränkten Auges aus. Nur wer gelegentlich ein Auge zudrückt, kann sein Gehirn bei diesem Trick entlarven – und die Sehverschlechterung des „schlechten“ Auges frühzeitig entdecken. Schreitet die Makuladegeneration aber unentdeckt voran, oder ist wie meist im Krankheitsverlauf auch das zweite Auge betroffen, bemerkt der Patient schließlich die Verschlechterung seines Lesevermögens. Meist geht er zunächst zum Optiker in der Annahme, dass die Stärke seiner Lesebrille nicht mehr  ausreicht. Der Fachmann stellt dann aber fest, dass der Patient auch mit dem stärksten Brillenglas nicht seine volle Sehleistung (100%) erreicht - und schickt ihn zur weiteren Abklärung zum Augenarzt.
Es gibt auch Patienten, die plötzliche sogenannte Metamorphopsien bemerken. Das bedeutet, dass sie eigentlich gerade Linien und Kanten als verzerrt, verzogen oder gekrümmt wahrnehmen. Manche erleben gar, dass beim Lesen Teile eines Wortes plötzlich „verschwinden“.
Im weiteren Verlauf der Krankheit kommt es oft zu einem sich allmählich vergrößernden grauen Fleck in der Mitte des Blickfeldes. Das Lesen und scharfe Erkennen von allem, was man fixiert, wird damit zunehmend schwieriger und ohne Behandlung schließlich ganz unmöglich.

Makuladegeneration - Selbsttest

Amslergitter in Normalsicht als Referenz Verzerrtes Amsler-Gitter bei fortgeschrittener Makuladegeneration
Links: Amsler-Gitter mit Fixierpunkt in der Mitte
Rechts: Durch Makuladegeneration verzerrtes Amslergitter
(Zum Selbsttest fixieren Sie den Punkt in der Mitte des linken Bildes jeweils mit nur EINEM Auge!

Wie wird die Makuladegeneration behandelt?

In der Schulmedizin hat sich bei der feuchten Variante der Makuladegeneration eine Injektionstherapie für das erkrankte Auge etabliert. Ein das Gefäßwachstum hemmender Wirkstoff kann in vielen Fällen den dramatischen Sehverlust zunächst teilweise rückgängig machen. Eine dauerhafte Stabilisierung wird aber nur selten erreicht, so dass die Sehleistung des Patienten auch unter den im Durchschnitt 8-10 mal im Jahr erforderlichen Injektionen immer weiter abnimmt.
Bei bestimmten Unterformen der trockenen Makuladegeneration empfiehlt die Schulmedizin spezielle Nahrungsergänzungsmittel mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien, die Schutz und Regeneration im Stoffwechsel der gesamten Netzhaut und besonders der Netzhautmitte fördern sollen. Sie enthalten in der Regel Vitamin C und E, Lutein, Zeaxantin, Zink, Kupfer und Omega–3–Fettsäuren. In großen Studien hat sich gezeigt, dass sich damit der Verlauf der Makuladegeneration verlangsamen lässt.

 

Ergänzende alternative Behandlungsmöglichkeiten

Aus homöopathischer Sicht ist das Auge eingebunden in unseren gesamten Stoffwechsel. Wenn unsere Augen erkranken, dann ist das ein klarer Hinweis auf eine Störung unserer körperlichen Homöostase (Gleichgewicht). Es liegt daher auf der Hand, dass es das Behandlungsziel sein muss, dem Körper jede mögliche Unterstützung zu geben, sich selbst aus der Schieflage wieder in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen. Dazu bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten an, die man je nach persönlicher Neigung kombinieren kann:

1. Ohrakupunktur

Am Ohr können wir, wie auch an Hand, Fuß und Zunge, den Stoffwechsel unserer inneren Organe und Körperregionen über sogenannte Meridiane ansprechen und gezielt aktivieren. Mittels Akupunktur einiger gut erreichbarer Punkte an der Ohrmuschel können erkrankte Sehzellen zur Regenerierung angeregt werden. Stoffwechselstress wird so behoben, wodurch sich die Sehleistung stabilisiert und meist sogar um 10 bis 20% verbessert. Dafür erhält der Patient innerhalb von 3-4 Wochen 10 jeweils 45-minütige Akupunkturbehandlungen in unserer Praxis. Erfahrungsgemäß reicht es aus, diesen Behandlungszyklus zweimal im Jahr anzuwenden, um die Sehkraft des Patienten auf verbessertem Niveau zu stabilisieren.

2. Nahrungsergänzungsmittel

Der Markt ist voll von Vitaminpräparaten, die uns „die ewige Jugend“ versprechen, uns den Wald aber vor lauter Bäumen nicht mehr erkennen lassen. Nach intensiver Beschäftigung und Recherche mit dem mannigfaltigen Angebot an Makula-Präparaten haben wir ein Mittel einer kleinen Firma aus Baden-Baden in unseren Praxisshop aufgenommen, das zusätzlich zu den obengenannten Vitaminen und Mineralien potente Radikalfänger und antientzündlich wirkenden Weihrauch enthält.
Durch weitere natürliche Präparate können wir auch die ungünstige, viel zu zähe Fließeigenschaft des Blutes positiv beeinflussen und damit für eine bessere Nährstoffversorgung unserer Makula, sowie des gesamten Körpers und seiner Organe sorgen.

3. Stoffwechselaktivierung der Leber und Entgiftung

Nach Erkenntnissen der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) steht die Leber in sehr engem Zusammenhang mit dem Stoffwechsel des Auges. Mit einem homöopathischen Komplexpräparat aktivieren wir deshalb ganz gezielt den Stoffwechsel der Leber. Aus diesem Grund werden bei der Ohrakupunktur auch verschiedene Leberpunkte akupunktiert.

4. Homöopathische Konstitutionstherapie

In manchen Fällen, besonders bei chronischen Erkrankungen, bietet es sich an, mit einem homöopathischen Einzelmittel dem Körper eine umfassende Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Zur Bestimmung dieses Mittels ist jedoch eine gründliche Anamnese notwendig, bei der alle körperlichen und seelischen Beschwerden des Patienten mit einbezogen werden. Durch die anschließende Therapie mit hoch potenzierten Globuli verbessert sich in der Regel der gesamte Gesundheitszustand des Patienten - und damit auch seine Sehkraft.

5. Ernährungstipps und Darmsanierung

Über eine gesunde Ernährung können wir der fortschreitenden Übersäuerung unseres Körpers entgegentreten. Der „Verschlackung“ der Makula, sowie vielen weiteren chronischen Beschwerden wie Gelenkschmerzen durch Rheuma und Arthritis, Weichteilschmerzen durch Fibromyalgie, Diabetes, Arteriosklerose und vielen anderen Zivilisationskrankheiten lässt sich damit Einhalt gebieten.
Mit einer 4-wöchigen Presssaftkur aktivieren wir z.B. den gesamten Verdauungstrakt und befreien den Darm von liegengebliebenen Schadstoffen und Verdauungsresten, die den Körper sonst schleichend vergiften und entkräften.

6. Allgemeine Tipps für den Alltag

Mit einigen einfachen Maßnahmen, die der Patient in seinen Alltag integrieren kann, sowie mit Rezepten für die Makula wohlversorgende Gerichte, kann der Patient ganz erheblich und eigenverantwortlich zur Verbesserung seiner Sehkraft und Wohlbefinden beitragen.
 

Zwei Fallbeispiele

  1. Eine 77-jährige Patientin, die bereits am grauen Star operiert ist, kommt mit einer deutlichen trockenen Makuladegeneration und einer Sehkraft von 65% am rechten Auge und 25% am linken Auge zur Akupunkturbehandlung in die Praxis. Nach 10 Sitzungen, einem homöopathischen Komplexpräparat, einem Augenvitaminpräparat und einigen Ernährungs- und Verhaltensratschlägen verbessert sich ihre Sehkraft innerhalb von 4 Wochen auf 100% am rechten Auge und 40% am linken Auge. Ein gutes Jahr nach dem Behandlungszyklus kommt sie bei einer Kontrolle am rechten Auge noch auf 90% und am linken Auge unverändert auf 40% . In der Zwischenzeit hat sie nur ihr Lutein – Vitamin – Präparat regelmäßig eingenommen und auf ihre Ernährung und Bewegung geachtet.
     
  2. Eine 82-jährige Patientin, ebenfalls bereits staroperiert, kommt mit einer trockenen Makuladegeneration und einer Sehkraft von nur 30% am rechten Auge und 25% am linken Auge zur Akupunkturbehandlung in die Praxis. Nach 8 Sitzungen und der zusätzlichen Therapie mit einem homöopathischen Komplexmittel und dem Augenvitaminpräparat kann sie sich innerhalb von vier Wochen auf 50% am rechten und 40% am linken Auge verbessern. Nach 4 Monaten bemerkt sie eine Verschlechterung am rechten Auge und kommt bei der Sehprüfung nur noch auf 40%. Durch weitere 8 Sitzungen lässt sich hier die Sehkraft wieder anheben auf 60%. Auch ein Jahr später stabilisiert sich durch die Gabe eines spagyrischen Mittels die Sehkraft bei 60% am rechten und 40% am linken Auge. Auch diese Patientin nimmt regelmäßig ihr Lutein-haltiges Vitaminpräparat ein. 
     

Fazit

Das Auge ist nicht nur Spiegel der Seele, sondern auch des Körpers. Je nach persönlicher Konstitution macht sich bei jedem Menschen eine innere Schieflage anders bemerkbar. Mit einem ganzheitlichen Ansatz können wir viel tiefer in die individuellen Regulationsmechanismen und Stoffwechselvorgänge eingreifen, als das mit schulmedizinischen Methoden möglich ist. Und es geht immer um das gesamte körperliche und seelische Wohlbefinden des Patienten und nicht eine isolierte Funktion eines Organs.
Ich hoffe, dass meine Hinweise Ihnen größere Klarheit und Hoffnung vermitteln. Für eine persönliche Beratung oder Behandlung heiße ich Sie gern in meiner Praxis

Willkommen!

Ihre

Dr. med. Claudia Rehfuess

Veröffentlicht am 22.03.2017